Mars: Krater und Vulkane

 

Das hier ist ein Krater mit einem Durchmesser von 20km

 

                                     

Das hier sind ein paar Vulkangruppen 

 

An der Oberflächengestaltung des Mars wahren vulkanische Vorgänge ungewöhnlichen Ausmaßes beteiligt. Die auffallendste Vulkanregion ist das Tharsis-Massiv auf der westlichen Halbkugel. Aus den riesigen Lavaergüssen, die ein Gebiet mit einem Durchmesser von mehr als 2000km bis zu einer Höhe von 10km bedecken, steigen einige kleine und vier große Vulkane auf. Die großen Vulkane des Mars erinnern stark an die Schildvulkane auf Hawaii, die auch nicht gerade klein sind; ihre Basen am Meeresgrund haben Durchmesser bis 120km.

Die Ausmaße der Vulkane in der Tharsis-Region sind einmalig im Planetensystem. Die Spitze hält der Vulkan Olympus  Mons, dessen komplexer Gipfelkrater sich 25km über dem Fuß des Massivs erhebt.

Vulkan Olympus Mons

                                                                                                                                   Bergmassiv vom Mars

Der Durchmesser der etwa kreisförmigen Basis dieses Vulkans beträgt etwa 500km, und Reste der ehemaligen Lavaströme lassen sich noch hunderte Kilometer vom Fuß des Vulkans verfolgen. Die gewaltigen Ausmaße zeugen davon, dass die Aktivität dieses Vulkans sehr lange, vielleicht eine Milliarde Jahre, angehalten haben muss, und es ist möglich, dass er auch heute noch mitunter zum Leben erwacht.

Über dem Berg bilden sich, insbesondere im Frühling, klare weiße Wolken aus Eiskristallen; diese "Wolkenmütze" ist auch bei Beobachtungen von der Erde als weißer Fleck zu erkennen.

Neben vulkanischen Formationen findet man auf dem Mars eine große Anzahl verschiedener Impakt-Krater, die ähnlich aussehen, wie die auf anderen Himmelskörpern des Sonnensystems. Außerdem ist hier noch ein weiterer Typ vertreten, den man vielleicht als Überlauf-Krater bezeichnen könnte. Die Umgebung des Kraters ruft den Eindruck hervor, dass sich nach dem Impakt das ausgeworfene Material etwa wie flüssiger Schlamm nach allen Seiten ausgebreitet hat. Man nimmt an, dass diese Erscheinung von dem Eis in der unter der Oberfläche liegenden Schicht, dem Permafrost, verursacht worden ist. Die Aufschläge großer Meteorkörper waren von einem erheblichen Temperaturanstieg an der Aufschlagstelle und dem Auftauen der Oberflächenkomponenten begleitet, die sich mit dem ausgeworfenen Material und den atmosphärischen Gasen vermengten; dieses Gemisch konnte dann rings um den Krater auseinanderfließen und die Strukturen bilden, die man heute beobachten kann.