Mars: Topographische Karte der
östlichen Halbkugel
Veränderungen auf dem Mars

Die Erforschung des Mars in den 70er Jahren mit Hilfe von Raumsonden erbrachte unter anderem eine Detaillierte Kartierung des Planeten. Aufnahmen haben gezeigt, dass den Albedo-Formationen, d. h. den dunklen und hellen Flächen des Mars, keine bestimmten Oberflächentypen entsprechen, wie es z. B. auf den Mond der Fall ist. Auch auf den beiliegenden Übersichtskarten des Mars (siehe oben) sieht man das z. B. Meere sowohl Krater als auch Ebenen überdecken, oft völlig ohne Rücksicht auf die Grenzen der Morphologischen Komplexe. Deshalb benützt man für die Topographischen Karten eine andere Terminologie, als für die Albedo- Karten. Albedo-Formationen unterliegen Veränderungen.
Ein wesentlicher Teil der südlichen und ein kleinerer Teil der nördlichen Hemisphäre ist mit Kratern übersät, ähnlich wie die Kontinente des Mondes. Die große Kraterebene ist die geologisch älteste Formation und stammt vielleicht noch aus der Zeit des intensiven Bombardements. Folge eines Impakts ist offensichtlich auch das ausgedehnte Becken Hellas Planitia (Durchmesser 1500km, Tiefe 6km) und das kleinere Becken Argyre Planitia auf der westlichen Halbkugel. Diese Becken sind jedoch nicht mit Lava gefüllt wie ähnliche Formationen auf dem Mond.
Die nördliche Halbkugel ist vorwiegend eben, insbesondere ihr nördlichster Teil, der als Vastitas Borealis - Großer Nordödland - bezeichnet wird. Hier existieren viel weniger Krater, es überwiegt der Typ der Überlauf Krater. Aus der Ebene Elysium Planitia steigen zwei mächtige Schildvulkane - Elysium Mons und Hecates Tholus - auf. Ungefähr 200km vom Krater Mie landete am 3. 9. 1976 Viking-Lander 2 und fand dort eine mit Staub bedeckte Steinwüste.
Im Bereich der ausdrucksvollsten Albedo-Formationen Syrtis Major können keine besonderen Terrain-Formationen festgestellt werden; man sieht hier nur einen langgezogenen Hang und zahlreiche veränderliche dunkle Streifen.
Die Marskrater sind, ebenso wie die auf dem Mond, nach bekannten Wissenschaftlern und Technikern sowie nach Forschungsreisenden und Künstlern benannt.