Uranusmond: Miranda

Miranda ist mit 562 km Durchmesser der kleinste der fünf großen Unranusmonde. Die Aufnahmen von Voyager 2 haben gezeigt, dass es sich hier um einen der bizarrsten Körper im Sonnensystem mit überraschenden Zeichen einstiger geologischer Tätigkeit handelt. Hier gibt es zunächst einmal zwei grundlegend voneinander verschiedene Oberflächentypen: ein altes, leicht gewelltes, kraterübersätes Gelände und ein junges Terrain mit zahlreichen Brüchen, Schründen, Systemen von niedrigen parallelen Rücken und Furchen, dunklen und hellen von Oval- oder Parallelogrammform werden auf der Miranda-Karte als "Corona" bezeichnet. Sie sind wahrscheinlich Resultate eines vom Corona-Zentrum ausgehenden, bis zu den Rändern verlaufenden Prozesses. Beachtenswert sind ferner die Systeme der tektonischen Verwerfungen, die wie riesige Canons oder Gräben aussehen, 10-15 km tief und von bis zu 20 km breiten Steilhängen eingefasst. Das mächtigste von ihnen beginnt an den beleuchteten Hängen Verona Rupes und setzt sich längs der Ränder von Invernes Corona und Arden Corona bis an den Rand der Miranda-Scheibe fort.
Karte des Uranusmondes Miranda
